Boccia: Sensation beim Cup-Auftakt

Die Teilnehmer des Boccia-Cups zeigen ihre Auszeichnungen, während sie vor einer Banner des Österreichischen Behindertensportverbands stehen.
Christian Schimpl gelang in der Klasse BC3 die große Überraschung. © ÖBSV

Am Wochenende startete Österreichs Para-Boccia-Szene in Innsbruck mit dem ersten offiziellen Wettkampf in die neue Saison. Wie auch im Fußball hat der ÖBSV-Cup seine eigenen Gesetze, und so hatten die Wettkämpfe in Tirol gleich zwei saftige Überraschungen parat.

Neue Saison mit neuen Gesichter

Beinahe ein Jahrzehnt lang hielt seine beeindruckende Serie im ÖBSV-Cup: Michael Kiefler ist seit vielen Jahren in der Klasse BC3 in Österreich das Maß aller Dinge und auch international auf einem hervorragenden Weg. Viele haben es versucht, alle haben sich an dem Wiener die Zähne ausgebissen. Aber jede Serie hat ihr Ende, und im Parasport ist das nicht anders. So geschehen an diesem Wochenende in Innsbruck, wo sich die besten heimischen Boccia-Spielerinnen und -Spieler zur ersten Station des Cups trafen. Aber alles der Reihe nach.

Insgesamt nahmen 24 Spielerinnen und Spieler an den Wettkämpfen in den Klassen Mixed 1. Division, Mixed 2. Division sowie BC3 und im Mannschaftsbewerb teil. “Besonders gefreut hat mich, dass auch einige neue Sportlerinnen und Sportler sowohl im Mixed-Bewerb als auch in der BC3-Klasse an den Start gingen”, freute sich Boccia-Koordinatorin Danila Innerlohinger über den sportlichen Zuwachs.

Zwei Personen im Rollstuhl sitzen nebeneinander in einer Sporthalle. Beide tragen Sportkleidung und haben Startnummern an der Brust befestigt. Vor ihnen liegen mehrere Boccia-Bälle in Blau und Rot auf dem Hallenboden, einige davon sind durch weiße Linien voneinander getrennt. Die Wand im Hintergrund besteht aus senkrechten Holzpaneelen, darüber hängt ein Schild mit der Aufschrift 'Feld 6'. Ein Feuerlöscher-Schild ist ebenfalls sichtbar.
© ÖBSV
Drei Personen im Rollstuhl tragen Medaillen und sitzen hinter großen, blauen Podestzahlen. Zwei stehende Personen tragen schwarze Kleidung und halten jeweils ein Blatt Papier beziehungsweise klatschen. Im Hintergrund steht ein Roll-up mit dem Logo und Schriftzug des ÖBSV. Die Szene spielt sich in einer Sporthalle mit bläulichem Boden und Backsteinwand ab.
© ÖBSV

Überraschung im Halbfinale

Die erste große Überraschung gab es in der ersten Division: Laura Santer, Cup-Dominatorin der vergangenen Saison, musste sich im Halbfinale Michael Griesser mit 2:7 geschlagen geben. Im Finale kam es zu einem klubinternen Aufeinandertreffen zwischen Griesser und Daniel Orel – beide vom WAT. Letzterer hatte das Spiel klar im Griff und schnappte sich mit einem souveränen 12:1 den Tagessieg. Im kleinen Finale erkämpfte sich Laura Santer mit 5:4 gegen Gabriele Dotta-Röck den Platz am Podest, obwohl die Tirolerin bereits mit 0:3 zurücklag.

In der 2. Division sicherte sich Alina Barabash mit einem 4:2-Finaltriumph gegen Laura Harrer den Tagessieg. Platz 3 ging an Karin Baumgartner, die im kleinen Finale Philipp Asenstorfer mit 8:2 bezwang.

Erster Turniersieg auf nationaler Ebene

In der BC3-Klasse sah nach der Gruppenphase alles nach „Business as usual“ aus. Michael Kiefler überrollte seine Gegner förmlich und musste in vier Gruppenspielen nur einen Gegenpunkt hinnehmen. Auch gegen Nachwuchshoffnung Christian Schimpl war der Wiener mit 5:0 klar im Vorteil – bis im Finale die beiden erneut aufeinandertrafen. Dort wandte sich das Blatt zugunsten des Oberösterreichers: Schimpl schaffte das beinahe Unmögliche und holte mit einem 5:0 den Tagessieg gegen sein großes Vorbild: “Der Sieg ist mir gelungen, weil ich von Spiel zu Spiel immer mehr Vertrauen aufgebaut und bis zum Schluss fokussiert geblieben bin – gerade im Finale gegen den amtierenden Meister war volle Konzentration entscheidend. Der Cup-Sieg bedeutet mir extrem viel, weil es mein erster Turniersieg auf nationaler Ebene ist und ein perfekter Start in die neue Saison”, zeigte sich Schimpl mehr als zufrieden. 

Im Mannschaftsbewerb zeigten "Die Banditen", dass Erfahrung in dieser Sportart extrem wichtig ist. Als ältestes Team ließen sie den jungen Wilden keine Chance und gewannen beide Spiele in abgebrühter Manier.

Alle Ergebnisse findet ihr hier.

In einer Sporthalle stehen mehrere Personen in Rollstühlen nebeneinander. Sie tragen Sportkleidung in Rot und Blau. Vor ihnen sind lange, schmale Rampen aufgestellt, die schräg nach vorne zeigen. Auf dem Boden liegen mehrere farbige Bälle, überwiegend rot und blau. Eine Person im Vordergrund trägt eine blaue Weste und steht seitlich zu den anderen. Die Wände sind aus hellem Holz, und an der Wand hängt ein Basketballkorb. Ein Schild mit der Aufschrift 'Feld 1' ist sichtbar.
© ÖBSV
Mehrere Personen in Sportrollstühlen tragen rote und weiße Oberteile und sitzen in einer Sporthalle auf einem blauen Hallenboden. Zwei Personen stehen hinter der Gruppe und sprechen in Mikrofone. Im Hintergrund hängt ein Banner mit einem mehrfarbigen Wellenlogo und der Abkürzung 'ÖBSV'. Die Wand besteht aus roten Ziegelsteinen, der untere Bereich ist hell gestrichen. Vor den Rollstühlen stehen blaue Markierungen oder Geräte.
© ÖBSV

Das könnte dich auch interessieren

Alle Berichte anzeigen
4 Schülerinnen und Schüler sind auf einem Gruppenfoto mit den beiden Monster-Maskottchen Flippy und Flappy. Flippy ist ein zottteliges grünes Monster mit langen Armen. Flappy ist rot und hat eine blaue Maske und Flügel. Die Schülerinnen tragen gelbe Shirts mit der Aufschrift Schoool Games und den Maskottchen drauf.

Schoool Games: Kids aus dem Burgenland ließen die sportlichen Funken sprühen

Bericht lesen
Ein Kegelspieler bei seinem Versuch. Er trägt ein blaues Shirt, eine Brille und schiebt die rote Kugel in Richtung Bahn.

Kegeln: Ritzing als Schauplatz der Österreichischen Meisterschaft

Bericht lesen