Bewegung, Mobilität, Selbstständigkeit = Radfahren

Gruppe von Jugendlichen mit Fahrrädern und Helmen steht vor einem historischen Gebäude mit Säulen und großen Fenstern
"Wir san mim Radl do!" Die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Ausflug durch Eisenstadt © ÖBSV

ÖBSV Bewegungs- und Informations-Coach Peter Kampf ist Radsportler aus Leidenschaft. Mit großer Freude und viel Herzblut gibt er seine Passion an die Jugend weiter.

Entwicklung auf zwei Rädern

Seit mehr als einem Dreivierteljahr trainiert Kampf wöchentlich zwei Klassen der Allgemeinen Sonderschule Eisenstadt im Radfahren. “Zuallererst standen die Bewegungsfähigkeit und die Entwicklung einer gewissen Verlässlichkeit im Vordergrund. Danach folgte auf einem geschützten Platz bei der Schule die intensive radfahrtechnische Ausbildung mit Rädern der Mobilitätsagentur und der Eisenstädter Polizei”, erzählt Kampf.

Vermittelt wurden den jungen Sportlerinnen und Sportlern die Basic- und Safety-Skills, wie sie im Lehrweg von Cycling Austria definiert sind. Auch die Verkehrserziehung spielte eine wesentliche Rolle. War wetterbedingt einmal kein Training am Rad möglich, stärkte die Gruppe gemeinsam die koordinativen Fähigkeiten im Turnsaal der nahegelegenen SportUnion – oder spielte einfach Tischtennis, Boccia oder Dart.

Zwei Personen mit Helmen fahren auf Fahrrädern auf einem Hof, der mit kleinen Hütchen für einen Parcours markiert ist
© ÖBSV
Gruppe von Radfahrern mit Helmen steht auf gepflastertem Platz vor Wohnhäusern bei sonnigem Himmel
© ÖBSV

Vom Übungsplatz auf die Straße

“Am Ende des Projekts stand das Ziel, gemeinsame Ausfahrten im Straßenverkehr rund um Eisenstadt zu unternehmen. Und das haben wir mit großem Erfolg geschafft”, zeigt sich Kampf stolz auf seine Schützlinge. Auf dem Programm standen einerseits Runden durch Eisenstadt und Umgebung mit einer Länge von bis zu 15 Kilometern. Andererseits unternahm die Gruppe einen Ausflug zum Schloss Esterházy im Eisenstädter Zentrum – inklusive anschließendem Eisessen in der belebten Fußgängerzone.

"Dass das Projekt allen Spaß gemacht hat, war offensichtlich. Der Wert liegt vor allem in einem wichtigen Schritt hin zu mehr Selbstständigkeit, Mobilität und damit zur Teilnahme am sozialen Leben. Nicht selbstverständlich waren die Motivation und das Verhalten der Schülerinnen und Schüler, die mit großer Disziplin und Lernwilligkeit dabei waren. Außergewöhnlich war auch das Engagement von Anita Popp, Pädagogin und Klassenlehrerin an der ASO Eisenstadt. Wir können uns gegenseitig nur Danke sagen", so Peter Kampf abschließend.

Und jetzt geht es mit dem Rad in die Ferien.

Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen sitzt an mehreren Tischen unter Sonnenschirmen in einem Straßencafé
© ÖBSV

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